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/ 20.06.2013
Michael Weingarten (Hrsg.)

Strukturierung von Raum und Landschaft. Konzepte in Ökologie und der Theorie gesellschaftlicher Naturverhältnisse

Münster: Westfälisches Dampfboot 2005; 337 S.; 29,80 €; ISBN 3-89691-580-0
In zahlreichen Disziplinen, insbesondere der Ökologie, werden die Begriffe Natur und Kultur/Gesellschaft gegeneinander abgegrenzt. Dabei haben die verschiedenen Konzepte zumeist eine gemeinsame Grundlage: Sowohl Natur als auch Kultur werden als eigenständige, voneinander unabhängige Entitäten konzipiert, zwischen denen Wechselbeziehungen bestehen. Wesentlich angemessener sei jedoch eine andere Sichtweise, meint Weingarten: Natur und Kultur seien wechselseitig aufeinander verwiesene Gegebenheiten. Natur sei immer auch vom Menschen gestaltete Natur und Kultur, menschliches Tun sei also in seinen Möglichkeiten und Grenzen immer durch Natur bestimmt. In diesen Rückkopplungsprozessen sei die vom Menschen veränderte Natur nicht als Konstante, sondern vielmehr als immer wieder neu verändertes Phänomen zu betrachten, das umgekehrt wiederum das Tun der Menschen stets neu strukturiere. Die Autorinnen und Autoren beleuchten dieses Wechselverhältnis zwischen Natur(raum) und Kultur aus unterschiedlichen fachlichen Disziplinen und loten aus, welche Folgerungen sich aus den Erkenntnissen über das Wechselverhältnis für den aktuellen ökologischen und gesellschaftlichen Diskurs ergeben. Das Buch dokumentiert eine Tagung, die 2002 in Jena stattfand.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.25.42 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Michael Weingarten (Hrsg.): Strukturierung von Raum und Landschaft. Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22620-strukturierung-von-raum-und-landschaft_25805, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 25805 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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