/ 11.06.2013
Bernhard Streck
Sudan. Ansichten eines zerrissenen Landes
Wuppertal: Peter Hammer Verlag 2007 (Edition Trickster); 267 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-7795-0155-8Der Autor nennt den Sudan zerrissen, um den Leser für die Vielfältigkeit und oft auch Widersprüchlichkeit des Landes zu sensibilisieren. Streck, der seit 1994 das ethnologische Institut in Leipzig leitet, arbeitet deutlich heraus, dass der Sudan nicht als ein in sich geschlossener Nationalstaat im europäischen Sinn verstanden werden kann. Vielmehr ist der Sudan geprägt durch eine Vielzahl von kulturellen, religiösen und sozio-politischen Einflüssen, welche sich oft widersprüchlich zu einander verhalten. Durch eine ethnologische Herangehensweise sollen die hauptsächlichen Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven untersucht werden. Dabei greift der Autor drei große Komplexe auf, die er jeweils in einem eigenen Kapitel behandelt. Das erste Kapitel ist den Geschichten des Sudans gewidmet, das zweite problematisiert die in den Gesellschaften angelegten Polaritäten und in dem abschließenden Kapitel wird die Vielzahl von möglichen Gesellschaftsordnungen diskutiert, an denen sich der Einzelne jeweils orientieren kann. Im Sinne einer Illustration, aber auch eines Kontrapunktes runden Eindrücke von Sudanreisenden die einzelnen Teile ab.
Eva Range (ER)
M. A., Politikwissenschaftlerin, Doktorandin am DFG Graduiertenkolleg Menschenrechte und Menschenwürde an der Universität Erfurt.
Rubrizierung: 2.67 | 2.1 | 2.23 | 2.25
Empfohlene Zitierweise: Eva Range, Rezension zu: Bernhard Streck: Sudan. Wuppertal: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9568-sudan_32929, veröffentlicht am 06.03.2008.
Buch-Nr.: 32929
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M. A., Politikwissenschaftlerin, Doktorandin am DFG Graduiertenkolleg Menschenrechte und Menschenwürde an der Universität Erfurt.
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