/ 20.06.2013
Manfred Bernau
2000 Jahre ohne Demokratie
Berlin: Pro Universitate Verlag 2005; 154 S.; geb., 32,80 €; ISBN 978-3-938731-00-0„Demokratie wird nie mehr Demokratie sein, wie sie im Athen der vorchristlichen Zeit im Original entstanden war.“ (154) So lautet die zentrale Aussage Bernaus. Er spannt einen weiten zeitlichen Bogen und zeichnet die einzelnen Entwicklungsphasen der Staatsform nach: Schon die erste Demokratie im Stadtstaat Athen habe ein hartes Schicksal ereilt: Sie sei von der Tyrannis abgelöst worden und habe keine Nachfahren gehabt. Auch in der römischen Republik sei die Demokratie eine Staatsform gewesen, die in der Theorie neben Monarchie und Aristokratie diskutiert wurde, sich aber nicht habe durchsetzen können. Nach dem Ende Roms habe es die Herrschaft von Kaisern, Königen und Fürsten gegeben. Und auch der Französischen Revolution von 1789 sei es trotz großen Blutvergießens nicht gelungen, ihr demokratisches Gedankengut zu verwirklichen. Unter Napoleon habe die Demokratie erneut das Nachsehen gehabt. Bernaus Beschreibungen enden in der Gegenwart. Auch die heutige Demokratie sieht er in der Krise und spricht gar vom Zeitalter der „sterbenden Demokratie“ (139).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.1 | 5.31 | 5.32 | 5.33 | 5.41
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Manfred Bernau: 2000 Jahre ohne Demokratie Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25924-2000-jahre-ohne-demokratie_30145, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30145
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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