/ 21.06.2013
Ulrich Adam
The Political Economy of J. H. G. Justi
Oxford u. a.: Peter Lang 2006; 317 S.; pb., 55,- €; ISBN 978-3-03910-278-5Johann Heinrich Gottlob von Justi (1717-1771) gilt als der Begründer der deutschen politischen Ökonomie, der Erfinder der Finanzwissenschaft und der modernen Theorie der Verwaltung, schreibt der Autor in seiner Einleitung. Diese Studie bietet eine Einführung in das politische und ökonomische Denken Justis. Adam sieht Justi – im Gegensatz zu Autoren vorhergehender Studien über ihn – nicht primär als deutschen Denker, sondern argumentiert, dass sein Denken aus dem europäischen intellektuellen Diskurs über die politischen Implikationen des modernen Handels resultiert. Justi ging davon aus, dass ein Land wirtschaftlichen Erfolg nur unter einer moderaten Regierung erlangen könne, die die Unantastbarkeit von Privateigentum garantiere. Despotismus führe hingegen zur Verarmung und militärischen Schwächung eines Landes. In der modernisierten Monarchie habe er die einzig praktikable Regierungsform gesehen, denn nur sie könne weitreichende wirtschaftliche Reformen koordinieren und durchsetzen. Adam beschreibt den Einfluss der französischen Denker wie Fénelon, Saint-Pierre, d'Argenson und Montesquieu auf die Ideen Justis und zeigt, dass sein ökonomisches Denken Teil eines innovativen politischen Reformplanes für das gesamte europäische Staatensystem war.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Ulrich Adam: The Political Economy of J. H. G. Justi Oxford u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26692-the-political-economy-of-j-h-g-justi_31129, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31129
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA