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/ 20.06.2013
Hans-Dieter Klingemann (Hrsg.)

The State of Political Science in Western Europe

Opladen/Farmington Hills: Verlag Barbara Budrich 2007; 434 S.; hardc., 59,- €; ISBN 978-3-86649-045-3
Klingemann will einen Überblick über die gegenwärtige Lage der Politikwissenschaft in Westeuropa geben. Der Band umfasst 18 Länder sowie die Zusammenkünfte der nationalen Politikwissenschaftler in europäischen Organisationen wie epsNET und der ECPR. Zentrale und vordringliche Fragen, die in den einzelnen Aufsätzen meist nur in Ansätzen beantwortet werden können, sind nach Klingemann die nach der institutionellen Ausgestaltung des Faches, nach den zentralen Lehr- und Forschungsbereichen und nach der Kommunikation innerhalb der Politikwissenschaft in den jeweiligen Ländern. Die Frage, die dabei über allem steht, lautet allerdings: Gibt es eine einheitliche Vorstellung davon, was Politikwissenschaft überhaupt ist? Kann man bei der vorhandenen fachlichen Ausdifferenzierung überhaupt den Stand der Politikwissenschaft bestimmen? Klingemann bejaht dies und schlägt auch empirische Kriterien vor, die zugegebenermaßen angreifbar, aber seiner Meinung nach ein Anfang sind, um den Stand der Politikwissenschaft in Westeuropa zu messen. Nahezu alle Aufsätze teilen sich diesen Kriterien folgend in die Kapitel ”Introduction”, ”Teaching and Research” und ”The Future of Political Science” und bieten einen ersten guten Einblick in die jeweilige Ausgestaltung vor allem der politikwissenschaftlichen Institutionen und der Lehre in den verschiedenen Ländern. Gerade aber die Indikatoren zur Messung von Forschung und Veröffentlichung politikwissenschaftlicher Ergebnisse sind teilweise missverständlich bzw. als Indikatoren nicht immer aussagefähig. Die Anzahl der Zeitschriften etwa (Niederlande: 1, Griechenland: 12) sagt nicht viel über die tatsächliche fachinterne Kommunikation in diesen Ländern aus. Als Einstieg in die Thematik ist das Buch eine gelungene Zusammenstellung vieler informativer Daten, die jedoch stets auch hinterfragt werden könnten und sollten.
Bernd Schlipphak (SCH)
M. A., wiss. Universitätsassistent, Abteilung Politikwissenschaft, Universität Salzburg.
Rubrizierung: 1.1 Empfohlene Zitierweise: Bernd Schlipphak, Rezension zu: Hans-Dieter Klingemann (Hrsg.): The State of Political Science in Western Europe Opladen/Farmington Hills: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21854-the-state-of-political-science-in-western-europe_32869, veröffentlicht am 03.12.2007. Buch-Nr.: 32869 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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