/ 11.06.2013
Hannes Heer
Tote Zonen. Die deutsche Wehrmacht an der Ostfront
Hamburg: Hamburger Edition 1999; 326 S.; geb., 48,- DM; ISBN 3-930908-51-4Die hier nochmals veröffentlichten Aufsätze stammen aus den Jahren 1994 bis 1998. Den Rahmen dieser Aufsätze beschreibt Heer wie folgt: "Die vorliegenden Arbeiten sind entweder in Vorbereitung und als Grundlage der Ausstellung 'Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944' entstanden, oder aber sie reagierten auf berechtigte Fragen von Besuchern und versuchten, dadurch offengelegte Forschungsdefizite zu beheben. [...] [Die Aufsätze] formulieren die Grundthesen der Ausstellung und erlauben auf diese Weise, Ausmaß und Verlauf der Debatte, um die Ausstellung nachvollziehbar zu machen." (10) Ebenso wie in der Ausstellung selbst polarisiert Heer auch in seinen Aufsätzen, denn eine Differenzierung lässt der Autor nicht zu, verbunden mit einer gewissen Intoleranz gegenüber dem Anders-Argumentierenden. Nur wenige Wochen nach der Buchpräsentation wurde die Ausstellung durch Jan Philipp Reemtsma zurückgezogen, da sich in der Wehrmachtsausstellung eben nicht mehr tolerierbare Ungenauigkeiten und Fehler offenbart hatten.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.312
Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Hannes Heer: Tote Zonen. Hamburg: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10052-tote-zonen_11890, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11890
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Dr., Historiker.
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