/ 20.06.2013
Dean Komel
Tradition und Vermittlung. Der interkulturelle Sinn Europas
Würzburg: Königshausen & Neumann 2005 (Orbis Phaenomenologicus 10); 134 S.; brosch., 19,80 €; ISBN 3-8260-2973-9Die zum Teil bereits in italienischen Fachzeitschriften veröffentlichten Texte des slowenischen Philosophen entstammen einer Vorlesungsreihe als Gastprofessor an der Universität Triest im Jahre 2002. In hermeneutisch-phänomenologischer Tradition entwickelt Komel den Begriff der Interkulturalität als eine „Kultur des Gesprächs“ (47) und des „Zwischensinns” (63). Geschichtlichkeit und Tradition werden dabei nicht als inhaltlich feststehende Kategorien verstanden, sondern als kreativer Akt der Entwicklung von Humanität sowie geschichtlichem Sinn und Bewusstsein. Bereits seit Beginn der abendländischen Philosophie schaffe diese eine gemeinsame Grundlage für Begegnung und Verständigung in Europa und somit seinen „interkulturellen Sinn”. Diesen grenzt Komel jedoch scharf vom Multikulturalismus ab, in dem er trotz aller „Rhetorik” letztlich eine „Uniformierung von Lebensformen” (111) sieht.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 5.42
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Dean Komel: Tradition und Vermittlung. Würzburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23729-tradition-und-vermittlung_27272, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27272
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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