/ 20.06.2013
Norbert Frei (Hrsg.)
Transnationale Vergangenheitspolitik. Der Umgang mit deutschen Kriegsverbrechern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg
Göttingen: Wallstein Verlag 2006 (Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts 4); 656 S.; geb., 44,- €; ISBN 978-3-89244-940-9Anders als der Titel erwarten lassen könnte, bietet der Sammelband eine Bestandsaufnahme nationaler Strategien zum Umgang mit den Verbrechen der NS-Zeit. Geschuldet ist diese Darstellungsform dem noch sehr heterogen strukturierten Forschungsfeld. In fast allen europäischen Nationen hatten sich eigene Strafverfolgungsinteressen herausgebildet, die etwa mit dem Grad der eigenen Kollaboration mit dem Regime oder der direkten Betroffenheit durch die Verbrechen variierten. Kompliziert wird diese Situation durch die Überlagerung durch den Kalten Krieg, der schon bald seine Eigenlogik der Vergangenheitsbewältigung aufzwang. Zudem sei die Forschungslage in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich, sodass systematisch vergleichende Untersuchungen zu einzelnen Themenfeldern noch nicht möglich schienen.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.23 | 2.313 | 2.314 | 2.4 | 2.61 | 2.64 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Norbert Frei (Hrsg.): Transnationale Vergangenheitspolitik. Göttingen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24910-transnationale-vergangenheitspolitik_28797, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28797
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Dr., Politikwissenschaftler.
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