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/ 20.06.2013
Hans Ebeling

Unfrisierte Bekenntnisse

Würzburg: Königshausen & Neumann 2004; 71 S.; brosch., 12,50 €; ISBN 3-8260-2681-0
Ebeling lehrte Philosophie in Freiburg, Heidelberg, Berlin und zuletzt in Frankfurt a. M.; ein thematischer Schwerpunkt seiner akademischen Arbeiten war - in steter Auseinandersetzung mit Heidegger - die Konzeption des Subjekts in der Moderne. Jenseits professionspolitischer Empfindlichkeiten und entlastet von den Erwartungen an das mit der Professorenrolle verbundene Disziplinierungsvermögen sind die „unfrisierten Bekenntnisse" (auch) Ausdruck einer Erleichterung: „Ich habe es als angenehm empfunden, von einer Universität befreit zu sein, die es ohnehin nicht mehr gibt, jedenfalls nicht in Deutschland. So schien mir die Gelegenheit günstig, mich zu relevanteren Fällen der Befreiung zu äußern." (7) Gegenstände seiner - eigentümlich privaten, durchgängig auf die eigene Biografie bezogenen - Reflexionen sind Fälle des institutionellen Missbrauchs von Glauben oder Vernunft und damit meinen „unfrisierte Bekenntnisse [...] die Trennung ebenso von der religiösen Maskerade wie von der politischen" (15).
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.42 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Hans Ebeling: Unfrisierte Bekenntnisse Würzburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22234-unfrisierte-bekenntnisse_25358, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25358 Rezension drucken
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