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/ 18.06.2013
George Monbiot

United People. Manifest für eine neue Weltordnung. Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl

München: Riemann Verlag 2003; 286 S.; kart., 21,- €; ISBN 3-570-50046-2
Der Autor hat lange als Journalist gearbeitet und war in der Anti-Globalisierungsbewegung aktiv. Mit seinem Manifest will er erstmals konkrete Vorschläge machen, wie eine neue Weltordnung aussehen sollte, die den Zielen einer globalen Gerechtigkeit dient. Von zentraler Bedeutung ist für ihn die Einrichtung eines Weltparlaments, von dem er hofft, dass es sich aus globalen Zusammenkünften wie etwa dem Weltsozialforum von Porto Alegre entwickeln kann. Es soll mit 600 Abgeordneten eine Repräsentation der Weltbevölkerung gewährleisten und gleichzeitig Funktionen übernehmen, die bislang der Weltsicherheitsrat der UNO erfüllt. Da Monbiot als bekennender ehemaliger Anarchist dem Repräsentationsprinzip eher skeptisch gegenübersteht, hat er eine Vielzahl von Regelungen ersonnen, um die Abgeordneten eng an die Realität des Lebens ihrer Wähler zu binden. Wie das gehen soll, wenn ein Abgeordneter 10 Millionen Menschen vertritt, verrät er jedoch nicht. Als weitere zentrale Organisation in seinem Entwurf für eine andere Weltordnung stellt Monbiot eine Internationale Clearing-Union vor, die die Handelsbilanzen überwachen soll, und schließlich hält er noch eine Organisation für fairen Handel für notwendig, die vor allem zur Unterstützung der armen Länder dienen soll. Sein Manifest trägt eher utopischen Charakter und richtet sich nicht an ein wissenschaftlich orientiertes Lesepublikum.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.14.43 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: George Monbiot: United People. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19870-united-people_23130, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23130 Rezension drucken
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