/ 20.06.2013
Stefan Ehlert
Wangari Maathai - Mutter der Bäume. Die erste afrikanische Friedensnobelpreisträgerin. Mit einem Vorwort von Klaus Töpfer
Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 2004 (Herder spektrum 5580); 160 S.; kart., 8,90 €; ISBN 3-451-05580-5Die heute 65-jährige kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai wurde insbesondere durch die von ihr ins Leben gerufene Nichtregierungsorganisation „Green Belt Movement“ bekannt, die seit über 25 Jahren existiert. In ihrem Auftrag wurden inzwischen rund 30 Millionen Bäume gepflanzt. Maathai stammt aus einer kleinbäuerlichen Familie. Ihr Vater legte Wert auf eine Schulbildung für alle sechs Kinder. Als junge Frau erhielt sie eines der begehrten Stipendien für die USA. Sie studierte als eine der ersten Afrikanerinnen in Pittsburgh (USA) Biologie und machte in sehr kurzer Zeit ihren Abschluss. Danach kehrte sie in ihre Heimat zurück, wo sie Kontakte zu einem deutschen Professor knüpfen konnte. Wenig später promovierte sie nach Studien in Deutschland als erste Ostafrikanerin überhaupt. 1977 wurde sie Professorin, seit 2003 ist sie Vize-Ministerin für Umweltschutz und natürliche Ressourcen in Kenia. Seit ihrer Doktorandenzeit wurde sie zunehmend politisiert und setzte sich nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für Frauenrechte, mehr Demokratie und gegen Korruption ein. Der Autor beschreibt in dieser leicht lesbaren Biografie den Lebensweg Maathais und schildert lebendig ihren jahrzehntelangen Einsatz, die politischen Kämpfe, Erfolge, aber auch Niederlagen der Umweltschützerin.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.1 | 2.67
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Stefan Ehlert: Wangari Maathai - Mutter der Bäume. Freiburg i. Br./Basel/Wien: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23558-wangari-maathai---mutter-der-baeume_27046, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 27046
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA