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/ 21.06.2013
Hans-Joachim Neumann / Henrik Eberle

War Hitler krank? Ein abschließender Befund

Bergisch Gladbach: Gustav Lübbe Verlag 2009; 317 S.; geb., 22,99 €; ISBN 978-3-7857-2386-9
Die Diskussion um Hitlers Gesundheitszustand ist alt. Journalisten und Historiker haben diese Frage seit den 50er-Jahren immer wieder erörtert. Suchten die einen, oft Publizisten rechtsradikaler Herkunft, nach einer befriedigenden Antwort, warum „ihr Führer“ scheiterte, ging es seriösen Autoren darum, angesichts der monströsen Verbrechen des Dritten Reiches zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Muss der Anführer der Massenmörder nicht ein kranker Psychopath gewesen sein? Der Zeithistoriker Eberle und der Mediziner Neumann haben Literatur und Quellen erneut durchgearbeitet, wobei sie sich zentral auf die bekannten Aufzeichnungen von Hitlers Leibarzt Theodor Morell stützten. Für die Politikwissenschaft, die sich auch weiter mit der Zähheit diverser Geschichtsmythen über den Nationalsozialismus wird auseinandersetzen müssen, dürfte das zentrale Ergebnis der Studie durchaus nützlich sein: „Der Führer der NSDAP, der Kanzler des Deutschen Reichs und Oberste Befehlshaber der Deutschen Wehrmacht war gesund und voll schuldfähig.“ (296)
Christoph Kopke (CKO)
Dr. phil., Dipl.-Pol., wiss. Mitarbeiter, Moses Mendelsohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Christoph Kopke, Rezension zu: Hans-Joachim Neumann / Henrik Eberle: War Hitler krank? Bergisch Gladbach: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31662-war-hitler-krank_37727, veröffentlicht am 28.01.2010. Buch-Nr.: 37727 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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