/ 18.06.2013
Jean Clam
Was heißt, sich an Differenz statt an Identität orientieren? Zur De-ontoligisierung in Philosophie und Sozialwissenschaft
Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2002; 118 S.; brosch., 14,90 €; ISBN 3-89669-796-XEin studierter Philosoph bricht auf, die Philosophie in einem verzweifelten Existenzkampf zu beschreiben. Der Herausforderer und vermeintliche Bezwinger ist Luhmann, die letzte Torwache der Philosophie übernimmt Heidegger - ein hoffnungsloser Posten, der höchstens gnadenreiche Knechtschaft verspricht. Das Stück entfaltet sich in vier Abschnitten: Im ersten wird die Systemtheorie Luhmanns nachvollzogen, und im zweiten werden philosophische Themen derselben angezeigt. Schließlich geht es in Auseinandersetzung mit Heidegger um den Nachweis der Unabhängigkeit und des Vorzugs einer soziologischen Theorie überhaupt, um zuletzt der Philosophie eine zukünftige Rolle aufzuzeigen. Die für Uneingeweihte unzugängliche Kryptik der Formulierungen lässt sich von den Akteuren her erwarten und vom Titel her erraten.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 5.46
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Jean Clam: Was heißt, sich an Differenz statt an Identität orientieren? Konstanz: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17080-was-heisst-sich-an-differenz-statt-an-identitaet-orientieren_19641, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19641
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Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
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