/ 20.06.2013
Rainer Barzel
Was war, wirkt nach. Wohin geht's mit Deutschland?
München: Olzog 2005; 160 S.; hardc., 18,50 €; ISBN 978-3-7892-8172-3Barzel präsentiert nicht nur die Bilanz seines langen politischen Lebens, sondern stellt vor allem Beobachtungen zur Situation Deutschlands an. Zunächst blickt er zurück zur Weimarer Republik und zur Naziherrschaft, widmet sich dann der Bonner Republik, dem Wirtschaftswunder, dem Kalten Krieg, der Aussöhnung mit Israel, den Ostverträgen, der Wiedervereinigung und gelangt schließlich zur Berliner Republik. Deren Bilanz fällt im Sommer 2005 nicht positiv aus: „Die Bundesrepublik Deutschland ist groß im Schuldenmachen und klein im Wirtschaftswachstum, sie leidet unter Massenarbeitslosigkeit und ist überbeschäftigt mit der Sanierung ihrer Systeme der sozialen Sicherheit“ (128). Barzel bezeichnet die Bundesrepublik als „kränkelnd“ und als „Rot-Grün-geschwächt (129). Dennoch wendet er sich gegen Schwarzmalerei und Miesepetrigkeit vieler zeitgenössischer Kritiker. Stattdessen hält er konkrete Therapiemaßnahmen bereit: Er empfiehlt eine Stärkung des Bundes, ohne jedoch den Föderalismus aufzugeben, sowie die Einführung eines Mehrheitswahlrechts nach einer Grundgesetzreform.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3 | 2.31
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Rainer Barzel: Was war, wirkt nach. München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25187-was-war-wirkt-nach_29167, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29167
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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