Skip to main content
/ 19.06.2013
Petra Lange

Wege des Politischen. Die politische Philosophie Antonio Gramscis und Hannah Arendts

Osnabrück: Der Andere Verlag 2003; 253 S.; pb., 29,90 €; ISBN 3-89959-126-7
Diss. Berlin. - Lange konfrontiert das politische Denken Gramscis mit dem der Existenzphilosophin Arendt. Sie geht von der These aus, dass die Arbeiten beider einen wesentlichen Entwicklungsstrang innerhalb der westeuropäischen Linken der Sechziger- bis Neunzigerjahre darstellen. Obwohl Lange immer wieder auf die Unterschiede zwischen dem gramscianischen und dem arendtschen Denken verweist, findet sie im Begriff der Zivilgesellschaft einen nicht unwesentlichen Kongruenzpunkt, der jedoch je nach Politikverständnis unterschiedlich ausgelegt wird. Die Autorin erkennt in beiden Figuren zwei sich wechselseitig bedingende Facetten zivilgesellschaftlichen Denkens, die einerseits die gesellschaftspolitischen Aspekte (Gramsci) und andererseits den Bereich der individuellen Eigenverantwortung (Arendt) problematisieren.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.465.42 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Petra Lange: Wege des Politischen. Osnabrück: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20557-wege-des-politischen_23984, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23984 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA