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/ 21.06.2013
Ursula Büttner

Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933. Leistung und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur

Stuttgart: Klett-Cotta 2008; 864 S.; geb., 45,- €; ISBN 978-3-608-94308-5
Büttner legt in ihrem Opus magnum Zusammenhänge dar, die bislang zumeist nur separat betrachtet wurden. Damit bietet sie eine – hinsichtlich des gegenwärtigen Stands der Forschung – vollständige Geschichte der Weimarer Republik, was das Buch wahrscheinlich im Nu zur Standardliteratur machen wird. Es eignet sich auch hervorragend als Nachschlagewerk. Denn die Autorin vermehrt ihre historische Analyse seitenweise um akkurate Zeittafeln, Karten, Tabellen und Grafiken (sämtliche Wahlergebnisse 1919-33, soziografische Angaben, Zahlen zur Arbeitslosigkeit etc.) sowie Orts-, Sach- und Personenregister. Es gibt keine Facette der Weimarer Republik, die Büttner nicht in ihre fundierte Darstellung aufnimmt, womit sie ein vielschichtiges Bild von Parteien, Umsturzversuchen, Reparationsfragen, den Anfängen der NSDAP, dem Antisemitismus, Frauenleben usw. zeichnet, das durch eine Fülle von weiterführender Literatur ergänzt wird.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 2.311 Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Ursula Büttner: Weimar. Stuttgart: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29851-weimar_35363, veröffentlicht am 09.12.2008. Buch-Nr.: 35363 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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