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/ 21.06.2013
Egon Bahr (Hrsg.)

Weltgesellschaft. Ein Projekt von links!

Berlin: vorwärts buch GmbH 2008 (Internationale Politik); 272 S.; brosch., 14,95 €; ISBN 978-3-86602-048-1
Als Kontrapunkt zu dem von Francis Fukuyama prognostizierten „Ende der Geschichte“ halten die Autorinnen und Autoren des Willy Brandt-Kreises ein Plädoyer für eine demokratische Weltgesellschaft: Ihre Vision ist die eines friedlichen und sozial gerechten Miteinanders der Menschen unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Entwicklung von Kultur und Umwelt. Aber wie ist diese Gesellschaft zu gestalten? Der Band soll als ein sozialdemokratischer Beitrag zu dieser Debatte verstanden werden, die Autoren repräsentieren als Sozialwissenschaftler, Ökonomen und Juristen bis hin zu Theologen und Journalisten ein breites inhaltliches Spektrum. Es reicht von theoretischen Anmerkungen zu demokratischer Politik in der Weltgesellschaft von Christoph Zöpel über Reflektionen zu „Erde und All“ von Friedrich Diekmann bis hin zu der Forderung nach einer Rechtsgemeinschaft der Staaten von Hans J. Gießmann. Den Abschluss bildet ein politisches Manifest des Willy Brandt-Kreises zur europäischen Friedenspolitik, das mit einer Erkenntnis des Namensgebers – Friede ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden – beginnt. Die teilweise wissenschaftlich untermauerten Beiträge entstammen zwar eindeutig dem linken politischen Spektrum, geben dem Leser aber Anregungen zur Entwicklung einer eigenen Position.
Marinke Gindullis (MG)
Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.22.324.14.414.43 Empfohlene Zitierweise: Marinke Gindullis, Rezension zu: Egon Bahr (Hrsg.): Weltgesellschaft. Berlin: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28953-weltgesellschaft_34189, veröffentlicht am 19.06.2008. Buch-Nr.: 34189 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA