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/ 21.06.2013
Ulrich Beck

Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2007; 439 S.; 19,80 €; ISBN 978-3-518-41425-5
Einundzwanzig Jahre nach Erscheinen seines einflussreichen Buches „Risikogesellschaft“ widmet sich Beck erneut der Risikotheorie, die er durch eine Globalisierungs-, Inszenierungs- und Vergleichsperspektive sowie drei Risikologiken erweitert: die globale Umweltzerstörung, die Risiken der globalen Finanzmärkte und die weltumspannende terroristische Gefahr. Biografische Risiken hingegen – eng mit der Individualisierungsdynamik verbunden, die in der „Risikogesellschaft“ noch breiten Raum einnahmen – bleiben explizit ausgeklammert. Die Terrorakte vom 11. September 2001 bedeuten für Beck eine Zäsur, zeige sich doch an ihnen exemplarisch das neue globale Ausmaß moderner Risiken, die heute nur noch jenseits nationalstaatlicher Kategorien zu verstehen seien. Die Antizipation eines bedrohlichen zukünftigen Ereignisses, das möglicherweise eintreten kann, verändere globale Politik grundlegend. Eine neue Qualität der „Weltrisikogesellschaft“ werde in der Inszenierung der globalen Risiken und deren Nutzbarmachung für politische Ziele sichtbar. Gleichwohl sieht Beck auch die Chance für eine grundlegende Neuausrichtung der Politik und ein Weltbürgertum.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.25.42 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Ulrich Beck: Weltrisikogesellschaft. Frankfurt a. M.: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27801-weltrisikogesellschaft_32649, veröffentlicht am 03.12.2007. Buch-Nr.: 32649 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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