/ 21.06.2013
Matthias Matussek
Wir Deutschen. Warum uns die anderen gern haben können
Frankfurt a. M.: S. Fischer 2006; 352 S.; geb., 18,90 €; ISBN 978-3-10-048922-7Matussek, Kultur-Ressortleiter beim „Spiegel“, hat ein kunterbuntes Feuilleton-Stück über Ereignisse und Menschen geschrieben, die seiner Ansicht toll und gleichzeitig deutsch sind. Angereichert ist das Sammelsurium mit Interviews, die er u. a. mit Heidi Klum und Klaus von Dohnanyi führte. Bemerkenswert sind seine ausgeprägten Vorurteile gegenüber den Engländern – oder handelt es sich um Ironie? Themen mit Tiefgang allerdings umschifft der Autor. Nach einem kurzen Hinweis auf die Sekundärtugenden und deren Lafontaine’sche Diskreditierung durch den Hinweis, mit ihnen lasse sich auch KZ führen, erzählt Matussek lieber von seinen Erfahrungen mit dem Chaos in Rio de Janeiro. So kann man auch versuchen, sich aus der Affäre zu ziehen. Und wer ist „Deutschland? Wenn es heute einer ist, dann Heinrich Heine.“ (36) Das Buch ist der Unterhaltungsliteratur zuzuordnen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.35 | 2.3 | 2.31
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Matthias Matussek: Wir Deutschen. Frankfurt a. M.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26130-wir-deutschen_30401, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30401
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA