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/ 11.06.2013
Michael Fahlbusch

Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Die "Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften" von 1931-1945

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1999; 887 S.; brosch., 138,- DM; ISBN 3-7890-5770-3
Das Fragezeichen aus dem Titel wandelt sich am Ende von Fahlbuschs dickleibiger Studie in ein Ausrufezeichen: Nach Ansicht des Autors haben die "volksdeutschen Forschungsgemeinschaften", eine Gruppe kulturwissenschaftlicher Gemeinschaften, die sich bereits 1931 konstituierten und während der NS-Zeit weiter kooperierten, aktiv zur Verwirklichung der nationalsozialistischen Rassenpolitik beigetragen. "Institutions- und personalgeschichtliche Gesichtspunkte" (27) leiten die Untersuchung, und eben jene institutionelle und personelle Verflechtung soll belegen, daß sich die deutsche Volkstumsforschung zum Gehilfen des Regimes degradieren ließ. Aus dem Inhaltsübersicht: 2. Friedenseinsatz der Volkswissenschaften; 3. Kriegseinsatz der Volkswissenschaften; 4. Sicherstellung der Materialien und Nachfolge der VfG seit 1945.
Barbara Zehnpfennnig (BZ)
Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Barbara Zehnpfennnig, Rezension zu: Michael Fahlbusch: Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Baden-Baden: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9829-wissenschaft-im-dienst-der-nationalsozialistischen-politik_11587, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11587 Rezension drucken
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