/ 11.06.2013
Karsten Dahlmanns
Wissenschaftstheorie und Wertung. Entwurf einer Ethik, die ausgeht von den Maßgaben des Kritischen Rationalismus und in diesen Maßgaben auch ihre Beschränkung findet
Online-Publikation 2004 (http://opus4.kobv.de/opus4-tuberlin/files/661/dahlmanns_karsten.pdf); VIII, 301 S.Diss. TU Berlin; Gutachter: Th. Gil, H. Poser. - Der Autor will in seiner philosophisch orientierten Arbeit das wissenschaftstheoretische Denken Poppers für die Ethik fruchtbar machen. Damit sollen zum einen Regeln entwickelt werden, die es dem Einzelnen ermöglichen, wenn schon nicht positive Merkmale eines guten oder gelingenden Lebens, so doch im Ausschlussverfahren zumindest diejenigen Verhaltensweisen, Wertorientierungen etc. zu identifizieren, die auf keinen Fall mit diesem zu vereinbaren sind. Darüber hinausgehend will er mit seiner Argumentation zeigen, dass die Toleranz liberalen Denkens keineswegs zwingend vollständigen Kulturrelativismus oder absolute Beliebigkeit bedeuten muss. Dass der Wunsch des Autors seine „Arbeit könnte sich [...] als nützlich erweisen“ (1) in Erfüllung geht, darf angesichts des altmodischen, geschraubten und langatmigen Stils, der jede Leselust abtötet, bezweifelt werden.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.2 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Karsten Dahlmanns: Wissenschaftstheorie und Wertung. 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9499-wissenschaftstheorie-und-wertung_26823, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 26823
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA