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/ 20.06.2013
Frank Adloff

Zivilgesellschaft. Theorie und politische Praxis

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2005 (Campus Studium); 170 S.; kart., 14,90 €; ISBN 3-593-37398-X
Der Autor nimmt die wachsenden Unterschiede zwischen der Bedeutung des Begriffs Zivilgesellschaft im öffentlichen und im Wissenschaftsdiskurs zum Anlass, den Begriff auf seine Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Den einen ist er analytisches und normatives Werkzeug, den anderen politischer Signalbegriff – in dem Terminus werden „Zustandsbeschreibungen, normative Wertungen und Zukunftsentwürfe“ (7) vermischt. Um dieser Doppeldeutigkeit etwas entgegenzusetzen, geht Adloff zunächst zurück bis zu Aristoteles und zeigt die wechselhafte Geschichte des Begriffs. In einem zweiten Schritt will er herausfinden, „was in einem empirisch-konkreten Sinne unter Zivilgesellschaft verstanden werden kann“ (8), um so eine Schärfung des Begriffs zu erreichen. Adloff möchte die Lücke zwischen „theoriegeschichtlichen Arbeiten zum Zivilgesellschaftsbegriff und empirischen Untersuchungen zu Nonprofit-Organisationen, Sozialkapital und freiwilligem Engagement“ (15) schließen, indem er beide Dimensionen des Begriffs berücksichtigt.
Christiane J. Fröhlich (CJF)
Dr., Soziologie mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg.
Rubrizierung: 2.22.225.422.312.352.35.3 Empfohlene Zitierweise: Christiane J. Fröhlich, Rezension zu: Frank Adloff: Zivilgesellschaft. Frankfurt a. M./New York: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23621-zivilgesellschaft_27129, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27129 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA