/ 19.06.2013
Daniela Hüttinger
Zum Begriff des Politischen bei den Griechen
Würzburg: Königshausen & Neumann 2004 (Epistemata: Reihe Philosophie 353); 272 S.; brosch., 39,80 €; ISBN 3-8260-2613-6Politikwiss. Diss. Erlangen-Nürnberg; Gutachter: J. Gebhardt. - Hüttinger versucht eine Bestimmung des Begriffs des Politischen bei ausgewählten Autoren der griechischen Antike. In der Herangehensweise sieht sie sich selbst in der Tradition Voegelins. Die Untersuchungstexte sind von Herodot und Thukydides, Aristophanes, Platon und Aristoteles, ergänzt um Reden des 4. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die Fragen, ob sich eine normative von einer realistischen Begriffsdimension unterscheiden lässt und ob sich formale getrennt von inhaltlichen Begriffsbestimmungen finden lassen. Außerdem ist das Wechselverhältnis zwischen Polisrealität und intellektueller Begriffsbildung von Interesse. Die Untersuchung kommt ohne philologische Feinheiten aus und ist insofern einfach lesbar. Im Ergebnis scheint sich wenig überraschend herauszukristallisieren, dass die Polis durchgängig als Paradigma des Politischen gilt. Allerdings ist mit dieser Erkenntnis der Begriff des Politischen nicht bereits systematisch aufgeklärt. Das Literaturverzeichnis beschränkt sich auf einige wichtige Titel.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 5.31
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Daniela Hüttinger: Zum Begriff des Politischen bei den Griechen Würzburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21010-zum-begriff-des-politischen-bei-den-griechen_24510, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24510
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Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
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