/ 05.06.2013
Valentin Hennig
Zur Wiedergutmachung von Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation
Berlin: Frieling 1999; 48 S.; pb., 12,80 DM; ISBN 3-8280-0816-XWas im Untertitel eine Dokumentation heißt, ist in Wirklichkeit der sehr persönliche, auch persönlich gefärbte Bericht der jahrzehntelangen Bemühungen eines Einzelnen, nämlich des Polizeibeamten Hennig, Zwangssterilisierten wie z. B. seinem gehörlosen Schwager, dessen Fall ausführlicher geschildert wird, zu ihrem Recht zu verhelfen. Hennig ist froh, dass er zwei Dutzend Frauen und Männern durch sein zähes Bemühen zu Entschädigungszahlungen verhelfen konnte. Aber er beklagt auch die zähen Mühlen der Bürokratie und den Skandal, dass das nationalsozialistische Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses erst im Mai 1998 für null und nichtig erklärt wurde.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.312 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Valentin Hennig: Zur Wiedergutmachung von Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8687-zur-wiedergutmachung-von-zwangssterilisation-im-nationalsozialismus_11423, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11423
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M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
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