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/ 18.06.2013
Claus-Dieter Krohn / Axel Schildt (Hrsg.)

Zwischen den Stühlen? Remigranten und Remigration in der deutschen Medienöffentlichkeit der Nachkriegszeit

Hamburg: Christians Verlag 2002 (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte 39); 431 S.; 32,- €; ISBN 3-7672-1411-3
Der Band untersucht die Aufnahme der zurückkehrenden Hitlerflüchtlinge im Deutschland der Nachkriegszeit. Die Lage dieser Rückkehrer war prekär; doch soll mit den Beiträgen "die vorherrschende Sicht der feindlichen Aufnahme der Angehörigen des Exils differenziert werden, weisen doch zahlreiche Biographien von Remigranten auf erstaunliche Karrieren in der deutschen Nachkriegsgesellschaft und auf beachtliche Einflüsse hin, die sich in der politischen Kultur zum Teil nur auf den zweiten Blick hin auffinden lassen" (9 f.). Der Band geht auf ein Kolloquium zurück, das im Herbst 2001 von der Herbert und Elsbeth Weichmann‑Stiftung in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg organisiert wurde. Inhalt: Paul Otto Vogel: Reminiszenzen eines jungen Journalisten in den ersten Nachkriegsjahren (18‑22). I: Jessica C. E. Gienow‑Hecht: Zuckerbrot und Peitsche. Remigranten in der Medienpolitik der USA und der US‑Zone (23‑49); Gabriele Clemens: Remigranten in der Kultur‑ und Medienpolitik der Britischen Zone (50‑65); Edgar Wolfrum: "La mission culturelle" ‑ Medienpolitik der französischen Besatzungsmacht und die Rolle von Remigranten (66‑92); Jan Foitzik: Remigranten in der Medienpolitik der sowjetischen Besatzungsmacht (93‑113). II: Claus‑Dieter Krohn: "Deutschlands geistige Reserven im Ausland"? Emigranten in Nachkriegszeitschriften 1945‑1949 (115‑144); Bernd Greiner: Die Utopie an der Macht. Remigranten über den Nürnberger Prozess (145‑160); Helmut G. Asper: Remigration und Remigranten im deutschen Film nach 1945 (161‑179); Michael Hochgeschwender: Remigranten im Umfeld der Zeitschrift Der Monat und des Congress for Cultural Freedom (CCF) (180‑206); Patrik von zur Mühlen: Mentale Remigration: Journalisten im südamerikanischen Exil als Korrespondenten deutscher Zeitungen (207‑215); Uta Gerhardt: Die Rolle der Remigranten auf dem Heidelberger Soziologentag 1964 und die Interpretation des Werkes Max Webers (216‑243). III: Marita Krauss: Hans Habe, Ernst Friedlaender, Hermann Budzislawski ‑ Drei Zonen, drei Städte, drei Schicksale (245‑266); Julia Angster: "Parteipolitische Diskussionen gehören nicht in die Gewerkschaft". Kuno Brandel und die Gewerkschaftszeitung Metall 1949‑1961 (267‑293); Wolfgang Gruner: Alfred Kantorowicz ‑ Wanderer zwischen Ost und West (294‑315); Guido Müller: Der Kreis um Franz A. Kramer und die Gründung des Rheinischen Merkur (316‑342); Konrad Dussel: Fritz Eberhard ‑ Vom ISK‑Funktionär zum Rundfunkintendanten (343‑365); Petra Galle: Ein "Moskau‑Kader" als Sicherheitsrisiko. Hans Mahles Aufstieg und Fall als Generalintendant des Rundfunks in der SBZ/DDR (366‑396); Daniela Münkel: "Alias Frahm" ‑ Die Diffamierungskampagnen gegen Willy Brandt in der rechtsgerichteten Presse (397‑418).
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3132.3144.222.3332.35 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Claus-Dieter Krohn / Axel Schildt (Hrsg.): Zwischen den Stühlen? Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17828-zwischen-den-stuehlen_20562, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20562 Rezension drucken
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