/ 20.06.2013
Martina Wobst
Die Kulturbeziehungen zwischen der DDR und der VR China 1949-1990. Kulturelle Diversität und politische Positionierung
Münster: Lit 2004 (Berliner China-Studien 43); 278 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 3-8258-7422-2Kulturwiss. Magisterarbeit FU Berlin. – Wobst konzentriert sich auf die Bereiche Literatur und bildende Kunst. Kultur sei in beiden sozialistischen Ländern grundsätzlich als Mittel zur Erreichung politischer und propagandistischer Ziele betrachtet worden. Dabei seien zum einen die Vorgaben der Sowjetunion maßgeblich gewesen. Zum anderen hätten auch innenpolitische Veränderungen wie die unterschiedlich restriktive Verfolgung von politischen Abweichlern und Intellektuellen die Intensität der Beziehungen beeinflusst. Nach einer regelrechten Euphorie in den 50er-Jahren sei mit dem Beginn der chinesischen Kulturrevolution Ernüchterung eingekehrt. Vor allem auf Betreiben der chinesischen Seite seien die kulturellen Beziehungen für etwa 20 Jahre fast völlig zum Erliegen gekommen. Erst zu Beginn der 80er-Jahre hätten sich die Kontakte wieder intensiviert, dabei sei die vorher stark ideologisch-propagandistisch geprägte Kooperation einer eher sachlichen, pragmatisch orientierten Zusammenarbeit gewichen. Die Bundesrepublik habe die geknüpften Kontakte nach dem Ende der DDR aufrechterhalten.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 4.22 | 2.314 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Martina Wobst: Die Kulturbeziehungen zwischen der DDR und der VR China 1949-1990. Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22299-die-kulturbeziehungen-zwischen-der-ddr-und-der-vr-china-1949-1990_25435, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 25435
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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