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/ 20.06.2013
Alexander Endreß

Die Kulturpolitik des Bundes. Strukturelle und inhaltliche Neuorientierung zur Jahrtausendwende?

Berlin: Duncker & Humblot 2005 (Soziologische Schriften 78); 268 S.; 68,- €; ISBN 3-428-11493-0
Soziologische Diss. Erlangen-Nürnberg; Gutachter: H. Kreutz. – Endreß versteht seine Arbeit als soziologische Politikanalyse, die sich von der herkömmlichen Politikanalyse u. a. darin unterscheidet, dass sie – neben den Akteuren und Rahmenbedingungen – auch die Ursachen für die aktuelle Gestaltung der Kulturpolitik berücksichtigen und die Entstehung der Struktur und der Inhalte erklären will. Im theoretischen Teil setzt Endreß sich aus strukturfunktionalistischer und anthropologischer Perspektive mit dem Kulturbegriff auseinander und arbeitet wesentliche Funktionen und Aufgaben von Kultur heraus. Im empirischen Teil untersucht er, wie sich Kulturpolitik praktisch gestaltet, unter welchen rechtlichen und historischen Rahmenbedingungen sie stattfindet und inwieweit sie den zuvor analysierten Aufgaben gerecht wird. Ein besonderes Interesse gilt der Frage, inwieweit nach dem Regierungswechsel von 1998 mit der Einführung des Amtes eines „Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und Medien“ eine Neuorientierung erfolgte. Schließlich vergleicht Endreß die deutsche Kulturpolitik mit derjenigen in Frankreich, Großbritannien, Österreich, den USA und in der EU.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3432.263 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Alexander Endreß: Die Kulturpolitik des Bundes. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24278-die-kulturpolitik-des-bundes_27980, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27980 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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