/ 21.06.2013
Uta A. Balbier / Christiane Rösch (Hrsg.)
Umworbener Klassenfeind. Das Verhältnis der DDR zu den USA
Berlin: Ch. Links Verlag 2006; 279 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 978-3-86153-418-1Das Verhältnis zwischen den USA und der DDR war, gelinde gesagt, unterkühlt. Tiefsitzende antiamerikanische Vorurteile und Ressentiments gegen die zweimaligen Kriegsgegner konnten sich unter den Rahmenbedingungen des Kalten Kriegs frei entfalten. Gleichzeitig gab es aber vielfältige offizielle wie verborgene kulturelle Bezugspunkte. Diesen spüren die Autoren des Sammelbandes nach. Sie thematisieren das politische Verhältnis im engeren Sinn; ertragreicher erscheinen daneben aber die Einzeluntersuchungen zu Literatur, Film, Wissenschaft, Religion und Popmusik. Deutlich wird, wie ein vielschichtiges, stark asymmetrisches Beziehungsgeflecht entstand. Gesellschaft, Bürger und Kulturschaffende der DDR orientierten sich häufig gegen die Staatsführung an einer amerikanischen Leitkultur, während umgekehrte Austauschprozesse die Ausnahme blieben. Die Beiträge gehen auf eine Konferenz im November 2004 am „Heidelberg Center for American Studies“ zurück.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.22 | 2.64 | 2.314
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Uta A. Balbier / Christiane Rösch (Hrsg.): Umworbener Klassenfeind. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26798-umworbener-klassenfeind_31264, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31264
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Dr., Politikwissenschaftler.
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